Konzertankündigung

Sonntag, 18. November 2018, 19.00 Uhr, Katholische Kirche Rechberghausen

Johann Sebastian Bach

Ich steh mit einem Fuß im Grabe Kantate (BWV 156)

Ich lasse dich nicht, do segnest mich denn, Kantate (BWV 157)

Franz Schubert

Messe in G

für Soli, Chor und Orchester (D 167)

Catharina Lange Sopran

Cecilia Tempesta Alt

Hubert Mayer Tenor

Manuel Wiencke Bass

Kantorei Rechberghausen

Kammerorchesetr Riedbach

Leitung Gerhard Großmann

 

Im ersten Teil des Konzerts erklingen zwei Kantaten von Joh. Seb. Bach, die das Thema Tod und Trauer aufgreifen.

Die Kantate Ich steh mit einem Fuß im Grabe (BWV 156) entstand in den Jahren 1728 bis 1729.

Der Textdichter Henrici, bekannt unter dem Namen „Picander“ thematisiert mit den ausgewählten Bibelstellen (Mt 8, 1-13; PS. 73, 26) die Gottergebenheit des Menschen in Anbetracht seines nahenden Endes. Diesen Texten vorangestellt ist eine Sinfonie, deren Melodie eng verwandt ist mit dem Mittelsatz des späteren f-moll Cembalo – Konzertes.

 

Die Kantate Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn entstand etwa zwei Jahre früher als Trauermusik für den am 31.10.1726 verstorbenen sächsischen Kammerherrn von Ponickau. Textdichter ist ebenfalls Picander. Die Instrumentalstimmen sind mit Querflöte, Oboe d’amore und Violine solistisch besetzt. Auch hier will der Mensch das Elend dieser Zeit noch heute ablegen (Baßarie Nr. 4), in der Gewissheit, dass Gottes Segen ihn begleitet.

Dies bekräftigt der Chor in dem Schlusschoral Meinen Jesum laß ich nicht.

 

Im zweiten Teil erklingt die Messe in G von Franz Schubert (D 167).

Der gerade 18 jährige Franz Schubert komponierte die Messe in weniger als einer Woche vom 2. bis zum 7. März 2015. Die ursprüngliche Streicherbesetzung erweiterte Schubert später um Trompeten und Pauke.

Die Messkomposition ist überwiegend homophon gestaltet. Das Benedictus ist als dreistimmiger Kanon angelegt, die Osanna-Abschnitte von Sanctus und Benedictus sind als Fugati komponiert.

Möglicherweise lag der Entstehung des Werkes ein Kompositionsauftrag zugrunde.

Eine erste Aufführung der um Trompeten, Pauke und Harmoniestimmen erweiterten Fassung des Werkes erfolgte 1841 in Klosterneuburg.